Tor! Tor! Tor!

In den letzten Wochen haben wir uns den historischen Toren am Haus gewidmet. Lange haben wir hin und her überlegt, ob wir die alten Panelen einfach komplett erneuern sollten. Doch nach den vielen guten Erfahrungen mit den historischen Baumaterialien, haben wir beschlossen, das alte Holz zu behalten und aufzubereiten. Also haben wir die abblätternde Farbe abgebürstet, das Holz angeschliffen und neu geölt. Jetzt sieht das Pumpenhaus ziemlich gepflegt aus. Zum Einsatz kam wieder das gute Leinöl von Leinöl-Pro, diesmal als eigene Mischung aus schwarz und weiss, um möglichst nah an den alten Grauton der Badischen Eisenbahngesellschaft zu kommen. Die Innenseiten und die alten Beschläge haben wir im gleichen Braunton geölt wie das Fachwerk.

Das dritte Tor, dem wir uns gewidmet haben, war das Hoftor. Hier waren, nach dem Einbruch in der Bauphase, eine Reihe an Provisorien im Einsatz und das alte Tor einfach nicht mehr zu retten. Wir habn uns für eine schlichte Variante aus Doppelmatten entschieden. Von den alten Torpfosten wollten wir uns aber doch nicht verabschieden, und so haben wir ein paar tragfähige Gewinde in den Stahl geschnitten und die neuen Pfosten an die alten geschraubt. Auch hier haben wir zuvor eine gründliche Reinigung vorgenommen, mit Phosphorsäure entrostet und dann Ton in Ton eine neue Farbe aufgetragen. Zum Einsatz kam ein Produkt von Alpina, das vollmundig eine 3 in 1 Lösung verspricht, wir werden sehen… Das Tor haben wir bei Zaunanlagen-Profi.de online erworben. Diesen Shop können wir nicht wirklich empfehlen. Wir haben ewig auf das Tor gewartet. Gerade bei Vorkasse, finden wir es ungünstig, wenn Lieferfristen um mehrere Wochen überschritten werden, ohne dass sich der Lieferant meldet. Dann war die Lieferung auch nich unvollständig und wir haben ein bisschen biegen und flexen müssen, bis alles gepasst hat. Das hätten wir uns kundenfreundlicher gewünscht. Die Ausführung ist zudem bei Weitem nicht so massiv, wie es die Bilder auf der Website zeigen und es erklärt, warum der Anbieter es vermeidet Querschnitte und weitere Materialstärken aufzuführen. Das Tor erfüllt aber seinen Zweck und wir sind froh, endlich eine schönere Eingangssituation zu haben.

 

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Heavy Metal

 Die Spindeltreppe ist wieder da! Bis ins erste Untergeschoss haben wir, unter planerischer und handwerklicher Leitung von Peter, die entrosteten Metallteile zurückgebaut. Dass diese Aufgabe auch für einen praktisch veranlagten Ingenieur manch eine Herausforderung bereithält, ist kaum verwunderlich, hatten wir doch den Ehrgeiz, so viel altes Material, wie eben möglich, wieder zu verwenden. Bisher mussten wir nur an ein paar wenigen Stellen neue Gewinde schneiden und einige Schrauben ersetzen. Ansonsten funktioniert der Bausatz der über 100 Jahre alten Treppe erstaunlich gut. IMG_1003IMG_1004IMG_1025IMG_1022IMG_1020IMG_1185IMG_1171Geölt haben wie die Treppe tatsächlich mit dem Woca-Master-Oil, das eigentlich für den Parkettboden gedacht war. Dieses Öl härtet gut aus und hinterlässt keine rutschige Oberfläche.

Begeistert, dass wir auch mit dem Material Stahl so gut zurecht kommen, können wir es jetzt kaum mehr erwarten, auch ins zweite Untergeschoss die Stufen zu schrauben.

Alte Liebe rostet nicht

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Die Treppenstufen für den Weg vom Erdgeschoss bis zum 1. Untergeschoss sind entrostet. Hier kam, wie schon vor über zwei Jahren, Phosphorsäure zum Einsatz. Wir haben verschiedene Öle zur Nachbehandlung des Stahls ausprobiert. Bisher liegt das „Meister Bodenöl“ von WOCA im Rennen vorne. Es versiegelt die Stufen vollständig, härtet beständig aus und wirkt nicht rutschig. Nur die Kriecheigenschaften sind nicht so gut wie bei WD40 oder bei altem Motorenöl.

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Die letzte Ölung

Letztes Wochenende haben wir alle Zimmer leer geräumt und die Böden mit dem richtigen Öl behandelt. Dazu haben wir ein üppiges Außenlager errichten müssen. Die beiden Unwetter am Samstag haben uns ganz schön zugesetzt und einige Möbelstücke haben leider Wasserschäden erlitten, obwohl wir alles mit Planen abgedeckt hatten.


Sowohl am Freitag als auch am Sonntag haben unsere Freunde Unglaubliches geleistet. Ohne diesen Elan hätten wir es nicht an einem Wochenende geschafft, alles einmal raus zu schaffen und dann wieder an seinen Platz zu stellen. Dem Parkett hat diese Behandlung auf alle Fälle sehr gut getan und wir können uns nun an die detaillierte Inneneinrichtung machen.
              

Öl ist nicht gleich Öl

Beim Parkettlegen wurde leider das falsche Öl genommen und so steht uns noch einmal eine große Räumungsaktion mit Schleif- und Ölarbeiten ins Haus. Dabei hatten wir gerade angefangen, uns in unseren Schubladen und Schränken auszukennen.,,

Heute haben wir schon mal den Freisitz richtig geölt. Den Platz brauchen wir in zwei Wochen als Zwischenlager.

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Schwarzes Gold

Alle Holzflächen, die der Witterung ausgesetzt sind, haben wir persönlich und in sorgfältiger Handarbeit mit Leinöl eingestrichen. Nun erfolgt der Farbanstrich. Hier haben wir uns für das pigmentierte Leinöl von Leinöl Pro entschieden. Wir haben es uns nicht nehmen lassen ins Lahntal zu fahren und persönlich mit Markus Brühl unser Vorhaben zu besprechen. Wir wurden sehr gut beraten, durften einen Blick in den Betrieb werfen und wurden mit den ersten 9 Litern Leinöl des Farbtons „Umbra-gebrannt“ ausgestattet. Mehr war gerade nicht auf Lager von unserer Lieblingsfarbe.

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Das Verarbeiten dieses Leinöls ist eine wahre Freude. Es sind so unglaublich viele Pigmente in dieses Öl eingewirkt worden, dass jeder Pinselstrich satt deckt und dennoch leicht von der Hand geht. Das Öl ist sehr ergiebig und wir sind gespannt, wie weit wir mit den 9 Litern kommen werden. Es wirkt auf den ersten Blick fast schwarz, entspricht aber in etwa dem Ton der Farbreste, die wir auf den alten Fachwerkbalken gefunden haben.

_DSC1835 _DSC1838Durch Zufall haben wir festgestellt, dass auch die Ziegel der Ausfachungen das Leinöl (farblos) dankbar aufnehmen. Nun haben wir alle Steine einmal eingerieben und sie so vor Regen uns Schmutz geschützt.

 

Ölfresser

Nachdem wir die mit Mineralöl belasteten Sandsteine ausgewechselt haben, nahmen wir  uns den kontaminierten Teil des Rahmenfundaments vor.

Wir haben das Mittel Faxol eingesetzt und tatsächlich „schwitzt“ der Beton nach einer Behandlung mit dieser Flüssigkeit das Öl nach und nach als weißliche Masse aus den Poren heraus. Zusammen mit dem Geruchsfresser vom gleichen Hersteller haben wir damit den Schlußakt dieser langwierigen Reinigungsarbeit aufgeführt.

faxol