Das Leben findet draussen statt

Das Pumpenhaus „funktioniert“ zuverlässlich und so haben wir Zeit und Energie, das Grundstück weiter zu gestalten und schöne Orte für uns, Tiere und Pflanzen zu schaffen. Außerdem haben wir Freunde, die immer wieder Lust haben, uns zu Projekten zu animieren und scheuen vor keiner baulichen Herausforderung zurück. Was für ein Glück! Ohne diese tatkräftigen Engel wäre das alles gar nicht möglich.

Als erstes Projekt haben wir in den Osterferien einen neuen Stellplatz für den Bauwagen eingerichtet. Via ebay-Kleinanzeigen hatten wir eine Reihe Sandsteingewände erworben, die als Randsteine fast schon zu schön für den schnöden Einsatz waren. Aber lieber zu schön gebaut, als sich später zu ärgern, dass man es auch besser hinbekommen hätte…

Zu dritt haben wir von Hand den Bauwagen an seinen neuen Platz manövriert und ausgerichtet. Durch diesen Umzug wurde eine beachtliche Fläche auf der Westseite des Hauses frei, die wir mit einer weiteren Rasenfläche und einer kleinen Terrasse aufhübschen wollen.

Zufrieden mit der Aktion, bei der die bewährte Kombination aus Kurpfalzerde und Rollrasen zum Einsatz kam (diesmal und sehr zu empfehlen von Rollrasen Hedderich in Einhausen), haben wir noch den Weg am Haus auf der Westseite erweitert. Auch der Wassertrog wurde in diesem Bauabschnitt an das Regenwasserrohr angeschlossen.

Der dritte Einsatz bestand dann in der Gestaltung der neuen kleinen Terrasse vor der Rasenfläche und hinter dem zukünftigen Carport. Für den Rahmen wurden die letzten Sandsteingewände verbaut. Als Bodenbelag haben wir schöne, große Sandsteinplatten gewählt. Diese gab es im Angebot bei ebay-Kleinanzeigen. Ganze 80 Platten haben wir von Altrip nach Heidelberg gekarrt. Die Platten sind mit 8 bis 10 cm Stärke echte Schwergewichte. Wie so oft, wenn es um den sicheren Transport von schweren Gütern geht, haben wir uns einen der 2to-Hochlader-Anhänger von Mietfix ausgeliehen. Die eingekauften Platten sind zwar etwas schwer zu bewegen, aber wo die liegen, da liegen sie dann auch… und sehen mit der Patina so aus, als wären sie schon immer dort gewesen, wo sie uns jetzt einen neuen, gemütlichen Freisitz bieten.

Jetzt wollen wir das Carport angehen. Hier suchen wir nach einem Bausatz, der in klassischem Fachwerk daherkommt. Geplant ist ein begrüntes Tonnendach. Wir freuen uns auf das Projekt und auf den Tag, an dem wir das Zelt endgültig ersetzten können.

Trendthema Mauerbau

Um den Zugang zum Haus noch attraktiver zu machen, brauchten wir eine Mauer, um den Weg von der Wiese zu trennen und das Gefälle sinnvoll in die Gestaltung einzubinden.

A4BA04CB-79B8-4F54-A604-C0D1DD29E0AEDas sechs Meter lange und 53 Zentimter hohe Bauwerk besteht aus Ziegeln der ehemaligen Innenwände. So ist gewährleistet, dass die Steine im halben „alten Reichsformat“ perfekt zur Fassade des Pumpenhauses passt. Veredelt wird die Mauer durch Simsplatten aus rotem Sandstein, die uns unser Lieblings-Steinmetz Grégory Boiteux zur Verfügung gestellt hat. Unter seiner Anleitung lernten wir auch das Maurern und vor allem das richtige Ausfugen. Nach 13 Stunden harter Arbeit war das Werk vollbracht.

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Anders als bei anderen Mauern wirkt unser Exemplar nicht abweisend sondern lädt mit seiner angenehmen Sitzhöhe zum Verweilen ein. Hier werden wir bestimmt viele Sommerabende vor dem Lagerfeuer verbringen. Der Steinhaufen in der Einfahrt ist wieder ein gutes Stück kleiner geworden und nun können wir den Weg auf der Nordseite fertig pflastern – „natürlich“ mit alten Ziegelsteinen und den noch älteren roten Sandsteinplatten.