Warme Entmietung

Seit Donnerstag ruhen alle Bauarbeiten am Pumpenhaus. Dafür laufen zwei 9000 Watt-Elektroöfen im Obergeschoss mit voller Kraft, um dem Hausbock den Garaus zu machen. Wir haben uns für dieses kostspielige Verfahren der Wärmeentwesung entschieden, weil die alternativ in Erwägung gezogene Ozon-Behandlung vorausgesetzt hätte, dass wir unsere Dampfsperre wieder hätten öffnen müssen. Der Feind im Dachstuhl:IMG_0172Das Gegenmittel, das zum Einsatz kommt:_DSC2020Mit Herrn Gugger von Thermo2 haben wir einen sorgfältig arbeitenden Kammerjäger gefunden, der mit seinen ThermoNox-Öfen eine solche Wärmeentwesung gründlich durchführen kann. Wir haben uns zu regelmäßigen Temperaturmessungen in den letzten Tagen ins Pumpenhaus begeben und waren positiv überrascht, wie schnell die gewünschten 50-60 Grad, auch innerhalb der Holzbalken, erreicht wurden. Unsere sorgsame Dachdämmung zahlt sich hier zum ersten Mal aus._DSC2023 _DSC2028 Von Montag bis Mittwoch heizen wir noch den Anbau entsprechend auf und hoffen, dass wir uns damit aller Schädlinge im Holz entledigt haben. Wer mehr über das ThermoNox-Verfahren wissen möchte, kann sich hier einlesen: Wärmeentwesung nach dem ThermoNox-Verfahren.

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Holzwurm-Alarm

Mit unerschütterlicher Ausdauer schleift seit Tagen Kenny, Mitarbeiter von Gabor Szabo, die Balken des Dachstuhls im Obergeschoss ab. Später werden sie Bestandteil der Inneneinrichtung sein und wir freuen uns sehr über diese schönen Holzbalken.

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Vorgestern haben wir an zwei Balken jedoch Holzwurm-Frass vorgefunden. Sogar ein paar lebendige Larven konnten wir sicherstellen. Wir werden wohl oder übel in der kommenden Woche dem Dachstuhl eine Wurmkur verordnen müssen.

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Modern Times

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Bisher haben wir die zu stark verfaulten Sparrenköpfe in Handarbeit nachgebaut und komplett ausgetauscht. Jetzt steht die Dachstuhlsanierung auf der Westseite des Hauses an und hier werden wir wohl um die 20 neue Sparrenköpfe benötigen. Zeit also, sich moderner Hilfe zu bedienen. Die Schreinerei Markant in Eppelheim kann mit ihren CNC-Fräsen allerlei Formen in Holz bringen und hat mit ihrer neuen Fräse auch die Möglichkeit, so dicke Balken wie unsere Sparrenköpfe es sind zu bearbeiten.

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Wir haben eine genaue CAD-Zeichnung der historischen Sparrenköpfe geliefert und die Jungs von Markant haben das Programm für die Fräse geschrieben.

Eigentlich sah bis zum Freitagnachmittag alles sehr vielversprechend aus. Doch dann häuften sich die kleinen, aber gemeinen Probleme. Das Holz riss immer wieder direkt am kreisförmigen Teil aus und es zeichnete sich ab, dass hier keine schnelle Lösung in Sicht war. So reizvoll es auch gewesen wäre, die Sparrenköpfe komplett maschinell erstellen zu lassen, ein Abwägen zwischen Zeit und Programmieraufwand hat uns dies versagt.

So haben wir nur den Teil der Sparrenköpfe fräsen lassen, der bei der Handarbeit besonders mühselig und langwierig ist. Die Kreisform und die Tropfkante werden wir weiterhin in Handarbeit erstellen. Wir danken Andreas und Jo von der Schreinerei Markant, dass sie sich dieser Herausforderung so kurzfristig gestellt haben und uns mit ihrer Expertise und ihrer Maschine unterstützt haben.

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Ton, Steine, Scherben

Es geht weiter voran. Letzte Woche wurde von der Firma Schell Metallbau die Stahlkonstruktion gestellt, die die Grundlage für unsere Geschossdecke bildet.
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Heute haben wir das Dach abgedeckt. Die beiden Regenschauer am Vormittag haben wir sportlich genommen, am Nachmittag hat uns die Sonne bereits ordentlich auf der Nase gekitzelt.
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Wir waren überrascht, wie viele Eidechsen sich auf dem Dach aufgehalten haben. Zudem hatten sich im Laufe der Jahre einige Tiere das Dach als letzte Ruhestätte ausgewählt.
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Es wird schmutzig

Die wildromantische Zeit des Pumpenhauses ist unwiederbringlich vorbei. Seit heute wird der Putz von den Wänden geschlagen. Danach wird sich das wahre Ausmaß der Schäden am Fachwerk und am Dachstuhl besser einschätzen lassen.

Wie praktisch, dass unser Haus über eine eigene Laderampe verfügt und eine Einfahrt hat, die auch mittelgroße Container und Fahrzeuge die Zufahrt ermöglicht.

Froh sind wir auch darüber, dass unsere Schilder am Tor der Einfahrt mittlerweile ernst genommen werden und das Parken dort unterbleibt.

Unser anfänglich angebrachtes schlichtschönes Metallschild „Ausfahrt freihalten“ wurde zuerst konsequent ignoriert und dann geklaut. Auch hier scheint die Formel „viel hilft viel“ zu stimmen und so haben wir nun für jeden Geschmack ein Schild aufgehängt.

Ratlos sind wir über die Unsitte, den Müll nicht daheim zu entsorgen sondern ihn dem Nachbarn aufs Grundstück zu kippen. Die gesamte Zufahrt zu unserem Haus und die Grundstücksgrenze wirken regelmäßig wie eine wilde Mülldeponie. Hier suchen wir noch nach einem geeigneten Ansatz um eine Verhaltensänderung unserer Nachbarn zu erreichen.

Der freundliche Fahrer der Eppelheimer Firma Orth Recycling will beim Abtransport übrigens mit einem größeren LKW vorfahren. Wir dürfen gespannt sein, bei welchem Fahrzeugtyp das Limit erreicht ist.