Schachtboden

Letztes Wochenende haben wir auf unsere bewährten Partner von Baumatech und Botament zurückgegriffen, um endlich einen finalen Bodenbelag in unser 1. Untergeschoss zu bringen. Ursprünglich wollten wir hier auch Parkett verlegen lassen, haben uns dann aber doch für Sichtestrich entschieden. Da wir immer noch nicht wissen, wie wir den Raum klimatisch reguliert bekommen, glauben wir, dass dieser Bodenbelag der robustere ist.

Einige Vorbereitungen waren nötig, denn der stützende Betonring hat eine Fuge zum Heizestrich im Raum. Diese Fuge wurde mit Epoxidharz verschlossen und danach noch ein Gewebe aufgespachtelt.

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Für den Estrich selbst haben wir, wie schon im Erdgeschoss vor dem Holzofen, auf die Nevelliermasse M50 und die Versiegelung aus dem Hause Botament zurückgegriffen. Die Nivelliermasse war auf dem vorher grundierten Boden schnell aufgebracht. Leider gab es am Ende ein paar Riefen und Tropfen, auf der Fläche, die wir auch nicht mehr wegschleifen konnten. Das schadet der Betonoptik aber nicht wesentlich.

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_DSC5649Nach vier Lagen Versiegelung war das Werk vollbracht. Doch in der gestrigen Nacht zeigten sich Risse an der vorher aufwendig behandelten Naht am ehemaligen Betonring. Der Temperaturunterschied des beheizten Teil des Estrichs und des Betonkranzes ist offensichtlich zu hoch, als dass die Spannung sich nicht bemerkbar machen würde. Das hatten wir so nicht erwartet und werden nun weiter beobachten,wie sich diese Problemzone entwickelt.

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Insgesamt haken wir aber das Thema Bodenbelag im Schacht damit ab und haben nun wirklich keinen guten Grund mehr, nicht die Treppe wieder einzubauen…

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Drauf und Dran

Kaum war der Estrich trocken, erklärte uns unser Parkettleger, dass etwa 4mm Bodenhöhe fehlen würden, damit unsere Glaskonstruktion ohne Stolperkante eine Fläche mit dem Parkett bilden kann.IMG_2959

Zum Glück haben wir fast in Sichtweite unseren Baustoffhandel Baumatech und als wir dort unser kleines aber feines Problem schilderten, war die Rettungsmission schnell auf den Weg gebracht. Nikolaus Vogel von Botament kannten wir schon von den Bodenarbeiten im 1. OG und zusammen mit den Jungs von Baumatech hat er am Donnerstag den selbstverlaufenden Bodenspachtel M 50 in unser zukünftiges Wohnzimmer und die Küche gegossen. Das sieht streckenweise so gut aus, dass wir glatt den Holzbelag weglassen könnten. Dort, wo später der Holzofen stehen wird, werden wir den Boden tatsächlich nur versiegeln und können uns so an dieser Optik dauerhaft erfreuen. Wir sagen „Danke!“ für die schnelle und professionelle Hilfe!

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Leute! Werdet Estrichleger!

IMG_2142  Wenn es auf der Welt an Handwerkern mangelt, dann in der Disziplin des Estrichlegens. Bis heute suchen wir noch nach einem seriösen Estrichleger mit Ahnung vom Fach, der uns den Bodenaufbau im Erdgeschoss und im 1. Untergeschoss veredelt. Für das Obergeschoss haben wir nach langem hin und her die Sache selbst in die Hand genommen. Unterstützt wurden wir von freundlichen Helfern von unserem Baustoffhändler Baumatech und aus dem Hause Botament. IMG_2161 IMG_2177 Unser Installateur von Reichling Haustechnik hat die sehr flache Fussbodenheizung Minitec von Uponor verlegt und wir haben mit den Jungs von Gabor Szabo und dem fachkundigen wie tatkräftig anpackenden Botament-Mitarbeiter den Nivellierspachtel M53 plus eingebracht. IMG_2207IMG_2229 Nach zwei Stunden und 71 Sack Material hatten alle lange Arme und waren mit dem Ergebnis zufrieden. IMG_2269

Mit Knauf kam der Frust – und der Schimmel 1/2

IMG_1551Kapitel 1: Durch Beratung baust Du kein Haus!

Viel gegrübelt haben wir in der Planungsphase über eine geeignete Innen-Isolierung. Schnell war uns klar, dass wir keine Materialien auf Ölbasis verbauen wollten. Damit reduzierte sich die Auswahl deutlich. Unser damaliger Architekt und der Energieberater empfahlen uns ein System von Knauf Aquapanel: TecTem Historic. Diese Dämmung besteht aus Lehmputz plus einer Platte aus Perlite. Das klang alles sehr ökologisch und wir haben uns für dieses System entschieden.

Überrascht waren wir von den Beratungsangeboten der Firma Kanuf Aquapanel:
Nicht nur der Vertiebsmitarbeiter erschien auf der Baustelle, sondern zwei Techniker und ein Systemeinweiser. Mit so viel Support hatten wir gar nicht gerechnet. Der für unsere Region zuständige Vertiebsmitarbeiter bot an, die Massen zu berechnen, die Techniker erstellten uns eine Berechnung der theoretisch erreichbaren Dämmung sowie der Wärmebrücken und der Systemeinweiser wollte uns zeigen, wie wir ordentlich verputzen und kleben.

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Es sah alles nach einer guten Entscheidung aus und wir waren voller Tatendrang, als das Material angeliefert wurde. Der Systemeinweiser überzeugte sich davon, dass unsere Fachleute von Szabo Trockenbau den Lehmputz glatter an die Wand brachten, als er es konnte und zeigte uns, wie wir den Lehmkleber richtig auf die Perliteplatte aufbringen.

Die erste böse Überraschung erlebten wir, nachdem wir den Lehmputz aufgetragen hatten. Alle Wände waren über Nacht mit Schimmel überzogen! Der Ansprechpartner des Herstellers zeigte sich ahnungslos und schlug allen Ernstes vor, wir sollten alle unsere Wände mit Alkohol aus der Apotheke einreiben! Das Pumpenhaus hat zwei Weltkriege überstanden, war unterschiedlichen Nutzungen sowie jahrzehntelangem Leerstand ausgesetzt. Was es aber noch nie gab, das war Schimmel! Wir tippen, dass der Lehmputz der Firma Knauf Aquapanel hochgradig mit Schimmelsporen durchsetzt ist, die sofort anfangen zu blühen, wenn sie etwas Wasser sehen.

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Blöderweise hat sich der Vertiebsmitarbeiter aber um etliche Sack Lehmputz, Perliteplatten, Füllmörtel und Lehmkleber verrechnet und uns ging das Material bald aus. Es fehlte uns mehr als eine Palette allein von dem Lehmputz und wir machten uns Sorgen, dass auch die folgenden Schichten der Innendämmung viel zu knapp berechnet sein könnten. Wir bestellten eine Palette Lehmputz nach. Doch diese wurde uns einfach nicht geliefert. Zudem teilte uns der Vertiebsmitarbeiter mit, wir müssten 125 EUR Fachtgebühren zahlen. Das fanden wir wenig erfreulich, aber so ist das wohl, wenn man sich von einem System abhängig macht. Doch auch nach vier Wochen war kein neuer Lehmputz auf unserer Baustelle. Etliche Mails und Nachfragen später haben wir den Vertiebsleiter von Knauf Aqaupanel kontaktiert und ihn um Unterstützung gebeten. Es hat dann zwar immer noch eine Woche gedauert, aber es kam immerhin die georderte Ware bei uns an. Diese Bauverzögerung ist uns richtig teuer zu stehen gekommen und der Vertiebsmitarbeiter unserer Region war überhaupt nicht zu einer Unterstützung zu bewegen.

IMG_1854Er reklamierte für sich, dass er uns doch sehr gut beraten habe, und verstand aber wohl nicht, dass Beratung für uns wertlos ist, wenn das Material nicht verfügbar ist. Wir haben den folgenden Materailbedarf der anderen Baustoffe also selber neu kalkuliert und bei unserem Baustoffhändler Baumatech bestellt. Mal sehen, ob wir in den nächsten Wochen Perliteplatten, Klebespachtel und Innenputz auftreiben können, um dieses frustrierende Kapitel abschließen zu können. Viele der anderen Arbeiten mussten warten und wir haben den Schaden einer Bauverzögerung von über sechs Wochen.

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