Flüssigkeiten

IMG_1675Wir haben einen Bauwasserzähler von den Stadtwerken erhalten und können nun auch frisches Wasser auf der Baustelle anbieten.
Als nächster Schritt ist das Sandstrahlen des Pumpenschachts und der Wendeltreppe geplant. Die schwierigste Vorbereitung für diese Arbeiten lag in der Entfernung des restlichen Quecksilbers auf dem Schachtboden, das beim Feuerwehreinsatz nicht aufgenommen worden war. Mithilfe von einer ordentlichen Menge Mercurysorb, das wir im Laborfachhandel erwerben konnten, konnte das Quecksilber gebunden werden und sicher in Behälter verpackt werden. Endlich sind wir dieses Schwermetall los.

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Die Kunst des Entsorgens

IMG_1530In der letzten Woche haben Mitarbeiter des Heidelberger Stukateurbetriebs Linse das Rohrgestänge aus und den alten Ventilstutzen von der Schachtwand entfernt und entsorgt. Ebenso entsorgte uns dieses Heidelberger Unternehmen den Lastkran. Das hat uns besonders beeindruckt und wir wüßten zu gerne, wie sie dieses Monstrum aus Stahl über den 8,60 m tiefen Schacht gewuchtet haben. Die handwerkliche Kunst des Schneidbrennens wurde hier jedenfalls hervorragend unter Beweis gestellt.

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Auch die alte Transformatorenanlage wurde von der Firma Linse demontiert. Viele Teile des Materials (Erdkabel, Kondensatoren und technisches Mineralöl) mussten wir letztendlich aber eigenhändig entsorgen. Hier waren wir für die Existenz des Konzepts Recyclinghof der Stadt Heidelberg und die Entsorgungsmöglichkeiten für Privatpersonen erneut sehr dankbar. Es gibt wirklich gar keinen Grund für niemanden, Müll und Gefahrenstoffe nicht ordentlich zu entsorgen! Selbst unser mit Quecksilber belastetes Drosselgerät konnten wir als Gefahrstoff zur Annahmestelle im Oftersheimer Weg bringen und sind so eine weitere Sorge los.

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Wir danken der Firma Linse für Ihren Einsatz an unserem Pumpenhaus. Die Kommunikation mit Geschäftsführer Herrn Schäfer war sehr angenehm und Probleme wurden offen und konstruktiv angesprochen. Die Rechnung wich noch tolerierbar zu unseren Ungunsten vom Angebot ab und auch die an uns hängengebliebenen Fahrten zum Recyclinghof waren für uns nachvollziehbar und gut zu bewerkstelligen. Im Ganzen sind wir mit den Arbeiten der Firma Linse zufrieden und würden wieder mit ihr zusammenarbeiten.

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Viele Probleme, wenige Lösungen

Unser Sanierungsvorhaben ist gründlich ins Stocken geraten. Wir hatten uns erhofft, mithilfe von Fachkräften für bekannte und lauernde Probleme Lösungen zu finden. Das zeichnet sich derzeit leider nicht ab. Vielmehr ahnen wir, dass wir alles selber machen müssen, damit es vorangeht.

Hier die TOP 3 unserer Probleme ohne Lösung:

1. Die Entsorgung der vorhandenen Altlasten. Es gibt keinen Anbieter, der uns hier verbindliche Angebote machen kann. Besonders ärgerlich ist, dass das Schadstoffgutachten, das damals die Stadt Heidelberg in Auftrag gegeben hat und uns bei unserer Kaufentscheidung vorlag, laut bisherigen Auskünften von professionellen Entsorgern für unsere Bedarfe unbrauchbar ist. Zu allem Überfluss haben wir, als wir letztes Wochenende versucht haben, den alten Durchlaufmesser aus dem Pumpenschacht abzumontieren, eine ordentliche Portion Quecksilber vorgefunden. Das Schwermetall war aus dem Kasten auf den Boden gelaufen. Die zu Hilfe gerufene Feuerwehr hat zwar das ausgetretene Schwermetall entsorgt, der Durchlaufmesser hängt aber immer noch an der Wand mit einer uns nicht bekannten Menge Quecksilber in seinem Inneren. Die Rechnung der Berufsfeuerwehr Heidelberg ist vierstellig, unser Problem aber nicht gelöst.

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2. Einbrüche. Das Pumpenhaus zieht Menschen mit einem Hang zum Vandalismus und mit verzerrten Vorstellungen von „mein“ und „dein“ magisch an. Dabei wurde noch nie etwas entwendet. Wie auch, das Haus steht bis auf Altlasten leer. Jüngster Höhepunkt ist ein Einbruch, bei dem die Täter, nachdem sie an der gesicherten Tür scheiterten, einfach durch die Wand gegangen sind.

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3. Ehrliche Handwerker. Nehmen wir das schlichte Beispiel Baustrom: Wir haben uns von einem alteingesessenen Heidelberger Elektrofachbetrieb einen Baustromkasten installieren lassen. Die Rechnung war beeindruckend. Sie wich nicht nur ca. 30% vom Angebot ab, es wurden auch 12,5 Arbeitsstunden darin aufgeführt. Auf unser bekundetes Unverständnis für diese Abrechnung hin hat die Firma uns schriftlich zu verstehen gegeben, dass sie mit uns nicht weiter zusammenarbeiten will, wir wären fachlich und sachlich mangelhaft. Wer wissen will, wie diese Firma heißt, muss nicht in unserer Positivliste nachschauen, sondern sollte uns ein Bier ausgeben…

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