Heavy Metal

 Die Spindeltreppe ist wieder da! Bis ins erste Untergeschoss haben wir, unter planerischer und handwerklicher Leitung von Peter, die entrosteten Metallteile zurückgebaut. Dass diese Aufgabe auch für einen praktisch veranlagten Ingenieur manch eine Herausforderung bereithält, ist kaum verwunderlich, hatten wir doch den Ehrgeiz, so viel altes Material, wie eben möglich, wieder zu verwenden. Bisher mussten wir nur an ein paar wenigen Stellen neue Gewinde schneiden und einige Schrauben ersetzen. Ansonsten funktioniert der Bausatz der über 100 Jahre alten Treppe erstaunlich gut. IMG_1003IMG_1004IMG_1025IMG_1022IMG_1020IMG_1185IMG_1171Geölt haben wie die Treppe tatsächlich mit dem Woca-Master-Oil, das eigentlich für den Parkettboden gedacht war. Dieses Öl härtet gut aus und hinterlässt keine rutschige Oberfläche.

Begeistert, dass wir auch mit dem Material Stahl so gut zurecht kommen, können wir es jetzt kaum mehr erwarten, auch ins zweite Untergeschoss die Stufen zu schrauben.

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Alte Liebe rostet nicht

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Die Treppenstufen für den Weg vom Erdgeschoss bis zum 1. Untergeschoss sind entrostet. Hier kam, wie schon vor über zwei Jahren, Phosphorsäure zum Einsatz. Wir haben verschiedene Öle zur Nachbehandlung des Stahls ausprobiert. Bisher liegt das „Meister Bodenöl“ von WOCA im Rennen vorne. Es versiegelt die Stufen vollständig, härtet beständig aus und wirkt nicht rutschig. Nur die Kriecheigenschaften sind nicht so gut wie bei WD40 oder bei altem Motorenöl.

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Schachtboden

Letztes Wochenende haben wir auf unsere bewährten Partner von Baumatech und Botament zurückgegriffen, um endlich einen finalen Bodenbelag in unser 1. Untergeschoss zu bringen. Ursprünglich wollten wir hier auch Parkett verlegen lassen, haben uns dann aber doch für Sichtestrich entschieden. Da wir immer noch nicht wissen, wie wir den Raum klimatisch reguliert bekommen, glauben wir, dass dieser Bodenbelag der robustere ist.

Einige Vorbereitungen waren nötig, denn der stützende Betonring hat eine Fuge zum Heizestrich im Raum. Diese Fuge wurde mit Epoxidharz verschlossen und danach noch ein Gewebe aufgespachtelt.

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Für den Estrich selbst haben wir, wie schon im Erdgeschoss vor dem Holzofen, auf die Nevelliermasse M50 und die Versiegelung aus dem Hause Botament zurückgegriffen. Die Nivelliermasse war auf dem vorher grundierten Boden schnell aufgebracht. Leider gab es am Ende ein paar Riefen und Tropfen, auf der Fläche, die wir auch nicht mehr wegschleifen konnten. Das schadet der Betonoptik aber nicht wesentlich.

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_DSC5649Nach vier Lagen Versiegelung war das Werk vollbracht. Doch in der gestrigen Nacht zeigten sich Risse an der vorher aufwendig behandelten Naht am ehemaligen Betonring. Der Temperaturunterschied des beheizten Teil des Estrichs und des Betonkranzes ist offensichtlich zu hoch, als dass die Spannung sich nicht bemerkbar machen würde. Das hatten wir so nicht erwartet und werden nun weiter beobachten,wie sich diese Problemzone entwickelt.

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Insgesamt haken wir aber das Thema Bodenbelag im Schacht damit ab und haben nun wirklich keinen guten Grund mehr, nicht die Treppe wieder einzubauen…

Art déco wird Bad-Deko

Im ehemaligen Werkstattbereich des Pumpenhauses hing eine HORAX-Wandleuchte, die wir 2012 noch vor der Kernsanierung in Sicherheit gebracht haben.

Wandleuchte

Die Winterabende vor dem Ofen bieten sich sehr an, kleinere Restaurationsarbeiten in Angriff zu nehmen und so haben wir letztes Wochenende dieses Fundstück wiederbelebt.

    Nun hängt die HORAX-Wandleuchte wieder fast an der gleichen Stelle im Pumpenhaus, wo sie schon vor über hundert Jahren angebracht wurde, dient uns aber ab sofort als Spiegelleuchte im Bad im Erdgeschoss.

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bad-eg

Feuer frei!

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Wir haben die Abnahme für unseren Holzofen bekommen! Gerade noch rechtzeitig zu Beginn der kalten Jahreszeit hat die Firma Hark ihren Subunternehmer Schornsteintechnik Morio vorbeigeschickt, um die Mängelliste des Bezirkschornsteinfegers abzuarbeiten.Datei 27.11.15, 15 27 54Wenig überraschend, dass die Vertiebsabteilung von Hark auf Vorkasse bestanden hat, wenig überraschend, dass wir das konsequent abgelehnt haben. Ohne den Willen von Herrn Morio, endlich den Ofen richtig aufzustellen und anzuschließen, wären wir warscheinlich immer noch in Verhandlungen mit unserem Endgegner aus der „Hauptverwaltung“. Dem hatten wir zuletzt vorgeschlagen, er solle seinen freundlichsten Außendienstmitarbeiter mit einem Strauß Blumen vorbeischicken, gefolgt vom besten Montageteam der Firma und endlich den Pfusch beheben, den sie bisher abgeliefert haben. Wir hätten dann einen „Am Ende wird alles gut“-Beitrag hier auf dem Blog zum Besten gegeben.

Daraus wurde aber nichts. Die Firma Hark hat offenbar weder Blumen, geschweige denn das Wort „Entschuldigung“ im Repertoire, noch eigene fähige Mitarbeiter, die sie hätte schicken können. Stattdessen wurden die Monteure von Morio mit einer völlig nutzlosen und dazu an Hässlichkeit kaum zu überbietenden Variante einer Ofenrohrhalterung zu uns geschickt. Was für ein Segen, dass Herr Morio noch eine alternative und bisher auch stabil sitzende Variante der Ofenrohrbefestigung im Gepäck hatte.Datei 27.11.15, 15 22 07Die bei Auftragsvergabe vereinbarte Einweisung in den Ofen hat die Firma Hark auch nicht geleistet und so bleibt von diesem Abenteuer die Erfahrung, dass es Unternehmen gibt, die angeblich „die Nr.1 “ sind, die allerdings außer Verkaufsgespräche führen und Geld kassieren nur wenig auf die Reihe bekommen.

Wir freuen uns jedenfalls sehr, bei dem Sauwetter ein wärmendes Feuer im Pumpenhaus zu haben und dieses Kapitel endlich abschließen zu können. Der nächste Ofen wird ein Bullerjan…

Glasklar inkompetent

Das Unternehmen Schell-Metallbau hat uns die Konstruktion des begehbaren Glases angeboten, konstruiert und eingebaut. Bei diesem Gewerk haben wir uns damals kein alternatives Angebot eingeholt, vertrauten wir vor zwei Jahren noch auf die Selbsteinschätzung und Seriosität der Heidelberger Handwerker.

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Heute sind wir um einige Erfahrungen reicher und um tausende Euro ärmer. Aktuell fragen wir uns, wie wir einem Metallbauer ungeprüft zutrauen konnten, dass er auch in Sachen begehbares Glas komepetent sei. Wir haben zwar das Glas bekommen, dieses ist jedoch so eingebaut, dass es leicht Schaden nimmt. Das Glas liegt nicht flächig auf dem Gummi zwischen Glas und Stahlrahmen auf, sondern nur an ein paar wenigen Stellen. Das führt dazu, dass sich Staub und kleine Steine zwischen Glas und Gummi sammeln. Gelangt ein größeres Sandkorn zwischen Glas und Gummi, führt das bei Betreten des Glases zu einer Punktbelastung, die das Glas beschädigen kann. Wenn man das Glas nass wischt, fließt Wasser zwischen Scheibe und Gummiauflage und tropft einfach ins Untergeschoss. Bei einem Gesamtpreis der Kosntruktion von über 10.000 EUR und einem Scheibenpreis von über 1.000 Euro, für uns keine Petitesse. Auch ästhetisch wäre hier sicherlich mehr möglich gewesen.

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Da auch die Firma Schell bei der Schlussrechnung versucht hat, uns um ein paar hundet Euro zusätzlich zu erleichtern, ist das enttäuschende Bild zum Ende der Zusammenarbeit komplett: ungerechtfertigt hohe Schlussrechnung und aus unserer Meinung nach unprofessionelle Umsetzung, das haben wir leider nicht nur mit diesem Unternehmen erleben müssen.

Es ist uns aufgefallen, dass alle beauftragten Handwerksbetriebe mit Firmensitz in Heidelberg bei der Rechnungsstellung versuchten, uns zu schädigen. Gute Erfahrungen haben wir nur mit Unternehmen aus dem Umland gemacht, die leidenschaftlich gute Arbeit und nachvollziehbare Abrechnungen kombinierten. Haben sich die Heidelberger Handwerker da etwa abgesprochen?

Den Vogel abgeschossen hat aus unserer Sicht der Zimmermannsbetrieb Holzbau-Damm. Hier wurde uns nach über einem Jahr, nachdem wir die Zusammenarbeit beendet haben, einfach noch eine Schlussrechnung gestellt, in der das damals der Rechnung beigefügte und akzeptierte Aufmaß nun zugunsten des Handwerksbetriebs abgeändert wurde. Außerhalb der Gepflogenheit der Heidelberger Handwerkerschaft wäre das vielleicht eine Variante der Urkundenfälschung. In dem kleinen Städtchen der Kurpfalz scheint es lediglich ein bestimmt häufig gelingender Versuch, die hohen Lebenshaltungskosten auch für Handwerker erträglich zu machen.

2015-10-Damm-AufmassWir können die Widersprüche, die wir an Handwerksbetriebe aus Heidelberg per Einschreiben versandt haben, schon kaum mehr zählen und freuen uns, wenn wir diese „Baunebenkosten“ endlich los sind.