Schachtboden

Letztes Wochenende haben wir auf unsere bewährten Partner von Baumatech und Botament zurückgegriffen, um endlich einen finalen Bodenbelag in unser 1. Untergeschoss zu bringen. Ursprünglich wollten wir hier auch Parkett verlegen lassen, haben uns dann aber doch für Sichtestrich entschieden. Da wir immer noch nicht wissen, wie wir den Raum klimatisch reguliert bekommen, glauben wir, dass dieser Bodenbelag der robustere ist.

Einige Vorbereitungen waren nötig, denn der stützende Betonring hat eine Fuge zum Heizestrich im Raum. Diese Fuge wurde mit Epoxidharz verschlossen und danach noch ein Gewebe aufgespachtelt.

Datei 24.02.16, 15 08 48

Für den Estrich selbst haben wir, wie schon im Erdgeschoss vor dem Holzofen, auf die Nevelliermasse M50 und die Versiegelung aus dem Hause Botament zurückgegriffen. Die Nivelliermasse war auf dem vorher grundierten Boden schnell aufgebracht. Leider gab es am Ende ein paar Riefen und Tropfen, auf der Fläche, die wir auch nicht mehr wegschleifen konnten. Das schadet der Betonoptik aber nicht wesentlich.

_DSC5605_DSC5622_DSC5625_DSC5628_DSC5641

 

_DSC5649Nach vier Lagen Versiegelung war das Werk vollbracht. Doch in der gestrigen Nacht zeigten sich Risse an der vorher aufwendig behandelten Naht am ehemaligen Betonring. Der Temperaturunterschied des beheizten Teil des Estrichs und des Betonkranzes ist offensichtlich zu hoch, als dass die Spannung sich nicht bemerkbar machen würde. Das hatten wir so nicht erwartet und werden nun weiter beobachten,wie sich diese Problemzone entwickelt.

Datei 24.02.16, 15 11 58Datei 24.02.16, 15 12 15

Datei 24.02.16, 15 13 09Datei 24.02.16, 15 12 51

Insgesamt haken wir aber das Thema Bodenbelag im Schacht damit ab und haben nun wirklich keinen guten Grund mehr, nicht die Treppe wieder einzubauen…

Art déco wird Bad-Deko

Im ehemaligen Werkstattbereich des Pumpenhauses hing eine HORAX-Wandleuchte, die wir 2012 noch vor der Kernsanierung in Sicherheit gebracht haben.

Wandleuchte

Die Winterabende vor dem Ofen bieten sich sehr an, kleinere Restaurationsarbeiten in Angriff zu nehmen und so haben wir letztes Wochenende dieses Fundstück wiederbelebt.

    Nun hängt die HORAX-Wandleuchte wieder fast an der gleichen Stelle im Pumpenhaus, wo sie schon vor über hundert Jahren angebracht wurde, dient uns aber ab sofort als Spiegelleuchte im Bad im Erdgeschoss.

_DSC4359

bad-eg

Feuer frei!

feuerstättenbescheid-blog

Wir haben die Abnahme für unseren Holzofen bekommen! Gerade noch rechtzeitig zu Beginn der kalten Jahreszeit hat die Firma Hark ihren Subunternehmer Schornsteintechnik Morio vorbeigeschickt, um die Mängelliste des Bezirkschornsteinfegers abzuarbeiten.Datei 27.11.15, 15 27 54Wenig überraschend, dass die Vertiebsabteilung von Hark auf Vorkasse bestanden hat, wenig überraschend, dass wir das konsequent abgelehnt haben. Ohne den Willen von Herrn Morio, endlich den Ofen richtig aufzustellen und anzuschließen, wären wir warscheinlich immer noch in Verhandlungen mit unserem Endgegner aus der „Hauptverwaltung“. Dem hatten wir zuletzt vorgeschlagen, er solle seinen freundlichsten Außendienstmitarbeiter mit einem Strauß Blumen vorbeischicken, gefolgt vom besten Montageteam der Firma und endlich den Pfusch beheben, den sie bisher abgeliefert haben. Wir hätten dann einen „Am Ende wird alles gut“-Beitrag hier auf dem Blog zum Besten gegeben.

Daraus wurde aber nichts. Die Firma Hark hat offenbar weder Blumen, geschweige denn das Wort „Entschuldigung“ im Repertoire, noch eigene fähige Mitarbeiter, die sie hätte schicken können. Stattdessen wurden die Monteure von Morio mit einer völlig nutzlosen und dazu an Hässlichkeit kaum zu überbietenden Variante einer Ofenrohrhalterung zu uns geschickt. Was für ein Segen, dass Herr Morio noch eine alternative und bisher auch stabil sitzende Variante der Ofenrohrbefestigung im Gepäck hatte.Datei 27.11.15, 15 22 07Die bei Auftragsvergabe vereinbarte Einweisung in den Ofen hat die Firma Hark auch nicht geleistet und so bleibt von diesem Abenteuer die Erfahrung, dass es Unternehmen gibt, die angeblich „die Nr.1 “ sind, die allerdings außer Verkaufsgespräche führen und Geld kassieren nur wenig auf die Reihe bekommen.

Wir freuen uns jedenfalls sehr, bei dem Sauwetter ein wärmendes Feuer im Pumpenhaus zu haben und dieses Kapitel endlich abschließen zu können. Der nächste Ofen wird ein Bullerjan…

Glasklar inkompetent

Das Unternehmen Schell-Metallbau hat uns die Konstruktion des begehbaren Glases angeboten, konstruiert und eingebaut. Bei diesem Gewerk haben wir uns damals kein alternatives Angebot eingeholt, vertrauten wir vor zwei Jahren noch auf die Selbsteinschätzung und Seriosität der Heidelberger Handwerker.

Datei 27.11.15, 15 22 30

Heute sind wir um einige Erfahrungen reicher und um tausende Euro ärmer. Aktuell fragen wir uns, wie wir einem Metallbauer ungeprüft zutrauen konnten, dass er auch in Sachen begehbares Glas komepetent sei. Wir haben zwar das Glas bekommen, dieses ist jedoch so eingebaut, dass es leicht Schaden nimmt. Das Glas liegt nicht flächig auf dem Gummi zwischen Glas und Stahlrahmen auf, sondern nur an ein paar wenigen Stellen. Das führt dazu, dass sich Staub und kleine Steine zwischen Glas und Gummi sammeln. Gelangt ein größeres Sandkorn zwischen Glas und Gummi, führt das bei Betreten des Glases zu einer Punktbelastung, die das Glas beschädigen kann. Wenn man das Glas nass wischt, fließt Wasser zwischen Scheibe und Gummiauflage und tropft einfach ins Untergeschoss. Bei einem Gesamtpreis der Kosntruktion von über 10.000 EUR und einem Scheibenpreis von über 1.000 Euro, für uns keine Petitesse. Auch ästhetisch wäre hier sicherlich mehr möglich gewesen.

begehbares-glas-schaden

Da auch die Firma Schell bei der Schlussrechnung versucht hat, uns um ein paar hundet Euro zusätzlich zu erleichtern, ist das enttäuschende Bild zum Ende der Zusammenarbeit komplett: ungerechtfertigt hohe Schlussrechnung und aus unserer Meinung nach unprofessionelle Umsetzung, das haben wir leider nicht nur mit diesem Unternehmen erleben müssen.

Es ist uns aufgefallen, dass alle beauftragten Handwerksbetriebe mit Firmensitz in Heidelberg bei der Rechnungsstellung versuchten, uns zu schädigen. Gute Erfahrungen haben wir nur mit Unternehmen aus dem Umland gemacht, die leidenschaftlich gute Arbeit und nachvollziehbare Abrechnungen kombinierten. Haben sich die Heidelberger Handwerker da etwa abgesprochen?

Den Vogel abgeschossen hat aus unserer Sicht der Zimmermannsbetrieb Holzbau-Damm. Hier wurde uns nach über einem Jahr, nachdem wir die Zusammenarbeit beendet haben, einfach noch eine Schlussrechnung gestellt, in der das damals der Rechnung beigefügte und akzeptierte Aufmaß nun zugunsten des Handwerksbetriebs abgeändert wurde. Außerhalb der Gepflogenheit der Heidelberger Handwerkerschaft wäre das vielleicht eine Variante der Urkundenfälschung. In dem kleinen Städtchen der Kurpfalz scheint es lediglich ein bestimmt häufig gelingender Versuch, die hohen Lebenshaltungskosten auch für Handwerker erträglich zu machen.

2015-10-Damm-AufmassWir können die Widersprüche, die wir an Handwerksbetriebe aus Heidelberg per Einschreiben versandt haben, schon kaum mehr zählen und freuen uns, wenn wir diese „Baunebenkosten“ endlich los sind.

Kunst am Bau

2011-pumpenhaus-innen

Als wir das Pumpenhaus im Sommer 2011 zum ersten Mal von Innen besichtigten, fiel uns gleich der Erdungsplan neben den Transformatoren ins Auge. Der auf dieser gerahmten Tuschzeichnung gezeigte Grundriss des Gebäudes war der einzige Plan, den wir, vor Aufmaß und Entwurfsplanung durch Nicole Manz aus München, hatten.

IMG_6400 IMG_6402   

Diese Bild haben wir seitdem gut verwahrt und gestern vorsichtig gereinigt und wieder im Pumpenhaus aufgehängt. Wofür Regentage doch gut sind.

2015-10-bild-flur

Wenn der Postmann keinmal klingelt

In Ermangelung von Nachbarn (nicht, dass wir sie vermissen würden), gestaltet sich die Paketzustellung ans Pumpenhaus hin und wieder schwierig. Ab und zu sind wir nicht zu Hause und viele Fahrer haben das Pumpenhaus erst gar nicht gesucht oder gefunden. So häuften sich die Nachrichten an uns, dass unsere „Adresse nicht existiert“.

Für Lieferungen durch DHL haben wir jetzt Abhilfe schaffen können:

IMG_5589

Der kombinierte Brief- und Paketkasten nimmt Pakete bis zur Größe „L“ auf und wir können auch Pakete dem Fahrer „mitgeben“, in dem wir sie in den Kasten legen und online um Abholung bitten. Eine schöne Erfindung, die uns den Alltag erleichtert.

Waschzwang

IMG_5494

Die alten Glasbausteine wurden von unseren Vorbesitzern auf einer Seite mit einer sehr hartnäckigen Farbschicht geschwärzt. Normalerweise haben wir schwarze Dinge sehr gerne, aber hier soll diese über 100 Jahre alte Farbe entfernt werden.

IMG_5585 Unsere Chemiker im Freundeskreis waren sich schnell einig, dass eine Mischung aus Isopropanol und Kaliumhydroxid uns dabei helfen würde.

Wir haben uns ein entsprechendes Chemielabor eingerichtet und den Zaubertrank zubereitet. In der Tat löst dieser nach einem 48stündigen Bad die Farbe weitestgehend ab.

IMG_5463

IMG_5465

Die letzten Reste lassen sich im Wasserbad mithilfe eines Putzschwamms gut entfernen. Im Ergebnis erhalten wir klare Glasbausteine.

IMG_5489

IMG_5583

Nur eine Idee, wo und wie wir sie verbauen können, fehlt uns noch…

Erleuchtung

Im Pumpenhaus hingen einige Lampen, die wir vor der Kernsanierung in Sicherheit gebracht haben und die nun wieder einen Platz im Haus bekommen sollen.

Die große Mehrzahl der Leuchten stammt aus der Kollektion Ebolicht der Bolichwerke in Östringen-Odenheim. 1914 waren diese Leuchten recht neu auf dem Markt, heute gelten sie als Design-Klassiker. Allen Lampen ist gemein, dass sie absolut frei von Kunststoffen sind; Keramik und Emaille sind die vorherrschenden Materialien. An einigen Exemplaren fehlen leider die metallernen Ösen zum Aufhängen und wir haben bei den Bolichwerken angefragt, ob es auch nach über 100 Jahren Ersatzteile für die Leuchten gibt.

Modell Bonn:

2015-09-06-bolich-leuchte1 2015-09-06-bolich-leuchte2

Modell Berlin (jedenfalls in der Grundform):2015-09-06-bolich-leuchte3 2015-09-06-bolich-leuchte4 2015-09-06-bolich-leuchte5

Eine Variante der Horaxlampe mit Wandhalterung aus dem Hause Lichttechnische Spezialfabrik Dr. Ing. Schneider & Co, Frankfurt a.M..

2015-09-06-bolich-leuchte-horax1 2015-09-06-bolich-leuchte-horax2

Ring Of Steel

image6

Wir haben einen neuen Metallbauer gefunden! Wie schon so oft in unserem Bauherrenleben, sind wir über eine freundliche Empfehlung fündig geworden. Die Enttäuschungen über die Heidelberger Handwerksbetriebe nötigen uns, bundesweit nach kompetenten und ehrlichen Handwerkern Ausschau zu halten. Unser neuer Metallbauer kommt aus Radeburg und wirkte bereits sehr überzeugend an anderen Stellen in Heidelberg und kommt immer wieder gerne in die Kurpfalz.

Das Unternehmen Metallbau- und Schmiede Hübler hat uns ein wunderschönes Brüstungsgeländer entworfen und gebaut. Gestern wurde es geliefert und auf das runde Loch in unserem Wohnzimmer gesetzt. Da wir noch nicht wissen, wo exakt der Antritt der Treppe sein wird, haben wir das Geländer noch nicht final verschraubt. Die beiden Ringe, die den Bodenabschluss bilden, wurden mit Laserstrahl geschnitten und beschreiben so eine exakt runde Öffnung. Der Antritt hat die gleiche Riffelung erhalten wie die Stufen der historischen Spindeltreppe. Hier hat Herr Hübler altes Material sorgfältig verarbeitet, um nicht auf neue Riffelung zurückgreifen zu müssen.

image1 image2

Wir sind nun motiviert, die Treppe dieses Jahr wieder zurück zu bauen und sind sehr gespannt, wie uns das gelingt. Das Unternehmen Hübler wird uns mit fachlichem Rat und mit den anstehenden Schweissarbeiten weiter unterstützen.